Öffentliche Verkehrsmittel in St. Petersburg

Busfahrten im Winter

In St. Petersburg kann man über die öffentlichen Verkehrsmittel schimpfen. Ohne Metro, Bus und Co. wäre es in dieser Stadt praktisch unmöglich von A nach B zu kommen. Auch wenn sich vieles an der wichtigsten Straße (Nevsky) der Stadt „konzentriert“, kann man viele schöne Orte in St. Petersburg nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Viele Stadtbewohner nutzen gerne ihre Autos, jedoch lassen sie diese insbesondere in der Winterzeit meistens stehen. Es beginnt die Zeit, in der man sich in der Metro oder auch im Bus wie die „Sardine in der Dose“ fühlt.

Metro

Das Besondere an der St. Petersburger Metro sind die tiefliegenden Metrostationen, unter ihnen befindet sich sogar die tiefste Metrostation der Welt, die Admiralteiskaja (Адмиралтейская). Jede Fahrt mit der Metro kostet folglich meistens eine 2- bis 3-minütige Fahrt mit der Rolltreppe, wenn man die Rolltreppe hinunterläuft spart man ggf. eine Minute – doch Vorsicht – Metrobabushka is watching you. Links stehen, rechts rennen, sonst wird man umgelaufen. Im Gegensatz zu anderen Städten haben die Metrostationen in St. Petersburg ihren ganz eigenen Charme. Auch wenn sie dabei größtenteils im sozialistischen Stil gestaltet sind, ist jede Station auf ihre eigene Art und Weise einzigartig. Was allerdings allen Stationen gemein ist, die „Metrobabushka“ am Ende der Rolltreppe (auch in Moskau).

Preis: 35 Rubel pro Eingang in das Metrosystem (Stand Jan. 2016).

verkehrsmittel in St. Petersburg Metro

Bus

Die Fahrt in einem russischen Bus unterscheidet sich nicht sonderlich von einer Fahrt in Deutschland. Das Interessante sind sicherlich die Menschen, die die Tickets verkaufen. Meistens sind es die Babushkas, über die ich in einem anderen Artikel geschrieben habe.

Preis: 30 Rubel pro Fahrt (Stand Jan. 2016).

Busfahrten im Winter

Marshrutka

Marshrutkas sind Busse, die von privaten Personen betrieben werden. Dabei variieren die Formen einer Marshrutka. So gibt es beispielsweise Kleinbusse, die für 9 Personen ausgelegt sind aber auch Busse für mehr als 30 Personen. Das besondere an diesen Transportern ist, dass sie meistens nur die wichtigsten Haltestellen, wie Metrostationen und touristische Attraktionen anfahren. Damit ist man mit diesem Transportmittel meist viel schneller als mit dem Bus.

Preis: Variiert von 30-35 Rubel pro Fahrt (Stand Jan. 2016).

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Tram

Der einzige Unterschied zum Bus ist, dass die Tram auf Schienen fährt. Leider erreicht man mit ihr nicht das Stadtzentrum, damit wird eher die Peripherie versorgt.

Preis: 30 Rubel pro Fahrt (Stand Jan. 2016).

verkehrsmittel in St. Petersburg Tram-mit-babushka

Trolleybus

Auch die Trolleybusse sind an ihre Stromleitungen gebunden, wie die Tram an ihre Schiene. Trotzdem gehören unweigerlich die vielen Kabel über den Köpfen zum Stadtbild, die wie Spinnennetze fast über jede Straße gespannt sind, um den Trolleybus mit Strom zu versorgen.

Preis: 30 Rubel pro Fahrt (Stand Jan. 2016).

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Bahn

Meistens braucht man die Bahn nicht, auch wenn sie eine abenteuerliche Reise verspricht. Ich selbst habe die Bahn nur selten benutzt. Auch die obligatorische Fahrt nach Moskau habe ich mit einem Inlandsflug bestritten. Es war aus meiner Sicht komfortabler, schneller und nicht wesentlich teurer.

Preis: Sehr günstig

Taxi

Relativ oft habe ich die App von Yandex Taxi verwendet, die sofort einen Fixpreis anbietet. Hier war ich mit den Fahrten immer zufrieden. Wenn man sich die Fahrtkosten teilt, kann man mit vier Leuten fast für die Kosten einer Busfahrt in das Zentrum kommen. Für Fahrten vom Wohnheim ins Zentrum der Stadt oder bei weiter entfernten Orten bietet sich eine Fahrt im Taxi, also Gruppe, an.

Preis: Zum Flughafen (ca. 30 km) sollte man nicht mehr als 800 Rubel (1000 Rubel sind auch noch ok) bezahlen (Stand 2016). Ein Austauschstudent aus Frankreich hat für diese Fahrt, Gerüchten zufolge, 14000 Rubel bezahlt, was für diese Strecke in Deutschland oder Frankreich sicher nicht ungewöhnlich wäre. In Russland kostet ein Liter Benzin 30 Rubel und Arbeitskraft ist leider sowieso nichts wert (Stand Jan. 2016).

Anhalter

Ich muss gestehen, dass ich, obwohl ich der russischen Sprache mächtig bin, noch nie per Anhalter gefahren bin. Auch wenn man ständig sieht, wie Menschen jeden Alters Fremden zuwinken, einsteigen, kurz verhandeln und losfahren, war mir das immer sehr suspekt. Wir befinden uns schließlich in Russland. Tags über kann man das gerne ausprobieren, nachts würde ich das niemandem raten, man weiß schließlich nie, wer einen dort mitnimmt. Eine Mischform zwischen Anhalter und Taxi bietet hingegen der vieldiskutierte Service Uber. Ich selbst habe es noch nie ausprobiert. Die halbwegs offizielle Form über eine App verschafft ein Gefühl der Sicherheit.

Elektronische Fahrkarte

Möchte man sich nicht mit Kleingeld rumschlagen, kann man das Elektronische Ticket Podorozhnik (Подорожник) an jeder Kasse der Metro kaufen. Damit kann man sich in Metro, Bus, Trolleybus und Tram das lästige Klimpergeld ersparen.

Preis: Für die Plastikkarte muss man 50 Rubel bezahlen und lädt sie anschließend mit einem beliebigen Betrag auf (Stand Jan. 2016).

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