Stipendien für Lehramtsstudierende

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Ein Stipendium ist etwas für Überflieger. Das ist ein Satz, den ich noch bis vor wenigen Jahren geglaubt habe. Vor allem dachte ich, dass es für Studierende des Lehramts eigentlich keine Stipendien gibt. Nachdem ich allerdings im Bachelor und Master jeweils ein Stipendium erhalten habe, denke ich jetzt ganz anders darüber. Jeder und jede hat das Potential ein Stipendium zu erhalten. Es gibt fast für jeden und jede das passende Angebot. In diesem Beitrag findet ihr eine kleine Übersicht zu Stipendien, die sich explizit an Lehramtsstudierende richten. Natürlich eignen sich darüber hinaus alle großen Stiftungen in Deutschland auch für Lehramtsstudierende, da sich die meisten auf alle Studienrichtungen beziehen.

MINT-Fächer im Master

Die Telekom-Stiftung richtet ihr Stipendienprogramm an alle Lehramtsstudierende mit MINT Fächern. Das sind Fächer, die sich in die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik einordnen lassen. Die Ausschreibung und die zweijährige Förderung werden hier erklärt: Telekom-Stiftung.

Migrationshintergrund in Hamburg

Das Horizonte-Programm war vor einiger Zeit noch in mehreren Bundesländern bei der Hertie-Stiftung beheimatet. Das hat sich jetzt geändert. Leider gibt es das Stipendium nur noch in Hamburg. Das Angebot an Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund kann ich aber trotzdem uneingeschränkt empfehlen. Hier geht es zur Ausschreibung: Claussen Simon Stiftung.

Zwei Wochen USA

Die Fulbright Kommission bietet kleinere Auslandsprogramme für Lehramtsstudierende an. Das Angebot “Diversity and Integration in the Classroom” richtet sich an alle Lehramtsstudierende oder Referendare, die einen Migrationshintergrund haben. Es handelt sich um einen zweiwöchigen USA Aufenthalt, bei dem man einen tollen Einblick in das amerikanische Schul- und Bildungssystem bekommt. Hier geht es zum Angebot: Fulbright Kommission.

Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und die Robert-Bosch-Stiftung richten sich ebenfalls an Lehramtsstudierende und Promovierende. Dieses Stipendium ist unabhängig vom Fach und der Herkunft. Hier geht es zum Studienkolleg: sdw.

Tipps

Bei vielen Gesprächen mit Freunden und Bekannten haben sich immer wieder ähnliche Fragen und Gespräche ergeben. Deshalb möchte ich hier kurz einige Tipps und Hinweise für die Bewerbung für ein Stipendium formulieren.

  • Das richtige Angebot: “Für jedes Töpfchen findet sich auch ein Deckelchen”, heißt es doch. Ähnlich verhält es sich bei den Förderprogrammen und dir. Nicht jede Stiftung und ihr Angebot passen zu dir und deinen Zielen. Deshalb gilt es hier, eine gründliche Vorrecherche zu machen. Die oberen Förderprogramme beziehen sich auf das Lehramt, das ist schon mal ein guter Filter, wenn du ein Lehramt studierst oder es anfangen möchtest.
  • Ehrenamtliches Engagement: Beinahe in jeder Ausschreibung steht die Anforderung, dass man sich gesellschaftlich engagieren sollte. Ich selbst kenne es: Neben dem Studium und Job kann man sich eigentlich gar nicht engagieren. Das ist allerdings kein Hinderungsgrund, sich nicht zu bewerben. Es zählt, dass du überhaupt die Option in Erwägung gezogen hast, dir außerhalb des “Pflichtprogramms” Schule oder Uni Zeit für andere Menschen zu nehmen. Das heißt, dass auch Engagements aus der Schulzeit zählen können. Ich habe sogar gehört, dass es hoch angerechnet wird, wenn man sich um Geschwister oder andere Verwandte gekümmert hat oder sich immer noch kümmert.
  • Persönlichkeit: Bei der Bewerbung geht es aus meiner Sicht darum, eine klare Botschaft zu vermitteln. Etwas für das man persönlich steht und wofür man sich begeistert. Natürlich wollen die Stiftungen in Menschen investieren, die ungefähr wissen, wo sie hinwollen.
  • Authentizität: Der wichtigste Hinweis ist wohl, dass man authentisch sein sollte und keine Rolle spielt, da das schnell durschaut wird. Wenn man motiviert ist und sich vielfältig interessiert, kann sich die Bewerbung für ein Stipendium lohnen.

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