St. Petersburg: Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Sehenswürdigkeiten St. Petersburg

St. Petersburgs ist nicht genug

Es ist nicht so, dass es in St. Petersburg nicht genug Sehenswertes gäbe, an jeder Ecke gibt es ein Museum, ein Schloss oder irgendwelche Statuen. Läuft man den Nevsky Prospekt, entlang, wird leicht der Eindruck erweckt, dass es außerhalb St. Petersburgs viel interessanter ist, da an jeder Ecke mehr oder weniger hartnäckig Exkursionen angeboten werden. Meistens handelt es sich dabei um Städte, die von Zaren und Zarinnen aus dem Nichts gestampft wurden – Residenzen und Schlösser. Während eines kurzen Besuchs in St. Petersburg kann man sicherlich nicht alles sehen, da man für einen Ort mindestens eine Tagestour einplanen sollte, folglich muss man sich entscheiden. Dieser Beitrag kann bei der Entscheidung unter Umständen eine Hilfe sein.

Zu den beliebtesten Ausflugszielen zählen Petergof, Pushkin und Kronstadt. Während sich die ersten beiden Ziele ziemlich ähneln, unterscheidet sich Kronstadt schon durch die Tatsache, dass dieser Ort auf einer Insel vor St. Petersburg liegt.

Für vergleichsweise wenig Geld kann man sich auch eine Exkursion leisten, die meist nicht mehr und nicht weniger bietet, als die Hin- und Rückfahrt und die Eintrittspreise in das Schloss. Für Touristen, die sich scheuen die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, kann das sicher eine gute Alternative sein.

Pushkin

Nein es ist nicht der Geburtsort des berühmten russischen Literaten. Mit dem Ort Pushkin ist untrennbar das Zarendorf (Zarskoje Selo) verbunden. Pushkin zählt wahrscheinlich zu den beliebtesten Ausflugszielen für Touristen, die nach St. Petersburg kommen. Dementsprechend ist der Ort im Sommer wie im Winter stark frequentiert. Wer große Menschenansammlungen meiden möchte, sollte sich zwei Mal überlegen, ob er nach Pushkin fährt. Unumstritten ist die Tatsache, dass einer der Hauptgründe Pushkin als Reiseziel zu wählen, das (rekonstruierte) Bernsteinzimmer ist.

Neben dem Schloss selbst sind auf jeden Fall auch der Park und der See sehenswert.

Petergof

Als ehemalige Sommerresidenz der Zaren zählt Petergof zu den pompösesten Schlössern in der Peripherie St. Petersburgs. Leider darf man im inneren des Schlosses keine Fotos machen, weshalb ich hier keine zeigen kann. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Stimmung in diesem Schloss besser gefallen hat, als die in Pushkin. Hier war es nicht überlaufen und man hatte reichlich Zeit, die gut restaurierten Räume auf sich wirken zu lassen.

Der Park ist mit seinen zahlreichen Wasserspielen ein absolutes Muss für jeden Besucher, der während der grünen Jahreszeit in St. Petersburg ist. Hier kann man es sich in den verwinkelten Gassen auf einer Parkbank gemütlich machen oder einen langen Spaziergang durch die Weite der Grünanlage wagen. Im Winter kann man dann den schneebedeckten Park vom Schloss aus bewundern.

Gatchina

Im Gegensatz zu den bereits erwähnten Orten unterscheidet sich Gatchina dahingehend, dass das dort liegende Schloss noch zu einem großen Teil noch nicht restauriert ist. Dadurch hat Gatchina seinen ganz eigenen Charme. Im gesamten Schloss sind schätzungsweise nicht mehr als 15 Räume restauriert worden. Das Besondere dabei ist, dass einige nicht restaurierte Räume für den Besucher geöffnet wurden. Wenn man ein Schloss vor der Restaurierung sehen möchte, ist das ein Grund nach Gatchina zu reisen.

Ein Highlight ist der Fluchttunnel, der aus den Kellergewölben des Schlosses in die riesige Parkanlage führt. Leider mündet das Ende des Tunnels in ein Wasserschutzgebiet, weshalb man nur die ersten 20 Meter des Tunnels begehen kann. Dies reicht jedoch, um dem eigenen Echo zu lauschen. Dabei schreit man nicht wahllos irgendwelche Floskeln in den Tunnel rein, die Tradition will es, dass man Fragen formuliert, die ihre Antwort schon beinhalten. Das funktioniert meist so, dass der letzte Teil der Frage sich wie die Antwort anhört. Im Deutschen stelle ich mir das recht schwierig vor. Im Russischen ist das einfach. Zum Beispiel eignet sich folgende Frage:

Kto zdes‘ pravil (Кто здесь правил?) Wer hat hier regiert? Das letzte Wort wird durch das Echo so verzerrt, dass es sich auf dem Rückweg nach „Pavel“ anhört. Was so viel wie Paul heißt. Eine klare Anspielung auf den Sohn Katharina der Großen, Paul I, der Tatsächlich in Gatchina gelebt hat.

Kronstadt

Als Marinestützpunkt hat Kronstadt für alle etwas zu bieten, die auf Kriegsschiffe abfahren. Sicherlich ist der Hafen mit seinen zahlreichen Kriegsschiffen sehenswert. Die Insel selbst hat allerdings nicht viel zu bieten. Bemerkenswert ist allerdings die Kathedrale in Kronstadt. Aus meiner Sicht ist das die schönste orthodoxe Kathedrale im Umfeld von St. Petersburg.

Falls ich noch Orte neben St. Petersburg vergessen habe, kannst du sie gerne in den Kommentaren ergänzen.

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