Mein erster Schultag in Posen

Gastfreundlich, warmherzig und interessiert: Meine ersten Eindrücke von Posen. Als ich nach einer Verspätungsodyssee der Deutschen Bahn endlich in Posen ankam, wurde ich sehr freundlich von einer Lehrerin der Schule am Hauptbahnhof (im Bild oben) empfangen und mit allen wichtigen Informationen versorgt. Da mein Wohnheim neben dem größten Einkaufszentrum Europas gelegen ist, konnte ich schon am ersten Tag eindrücklich erleben, wo viele Menschen im winterlichen Posen ihre Freizeit verbringen.

Feiertage und Geschichte

Aufgrund der zahlreichen Feiertage, die zufällig mit meiner Ankunft zusammenfielen, konnte ich ein interessantes erstes Wochenende in Posen verleben. Neben dem Namenstag der Schule (Freitag) war wohl der Unabhängigkeitstag (Samstag) der Grund, warum die Stadt voll mit Menschen war. Von der Aufregung der Hauptstadt hat sich Posen allerdings nicht anstecken lassen.

Menschen versammeln sich in der Altstadt zur Feier des Unabhängigkeitstages

Sowohl in der Schule als auch im Stadtbild merke ich jetzt schon deutlich, dass die Landes- und Stadtgeschichte für die Menschen in Polen SEHR wichtig ist. Mal schauen, was sich in der Hinsicht noch entdecken lässt. Einen ersten Eindruck kann man sich im Porta Posnania verschaffen, was mit zahlreichen multimedial aufgearbeiteten Beiträgen einen guten Überblick über die Geschichte Posens und Polens gibt. Ein Besuch lohnt sich.

Porta Posnania

Erster Schultag

Die Ankunft in der Schule wurde mir sehr leicht gemacht. In einem Schnelldurchlauf wurde ich dem Schulleiter, den Lehrerinnen und Lehrern (egal ob im Unterricht oder auf dem Flur) und allen anderen Mitarbeitern als der neue Praktikant vorgestellt. Von allen Seiten kam mir starkes Interesse entgegen. Da kann ich mich als neues deutsch-russisches Gesicht an der Schule sicher glücklich schätzen.

Mathematik

Meine erste Hospi am Montag hat mich sehr überrascht. Das Niveau in Mathematik ist in einigen Klassen unglaublich hoch. Das was ich aus Deutschland kenne, reicht inhaltlich um Welten nicht an einige Klassen an dieser Schule heran. Die Tiefe, mit der die Themen behandelt werden, überraschen mich sehr. Während beispielsweise die trigonometrischen Funktionen bei uns eher stiefmütterlich behandelt werden, erlebe ich es in den ersten Stunden, dass hier die verschiedensten Zusammenhänge und Kniffe behandelt werden. Von der vollständigen Induktion ganz zu schweigen. Über alles rund um den Unterricht werde ich allerdings noch in weiteren Beiträgen berichten.

Insgesamt ein sehr gelungener Start in Posen. Ich freue mich auf die kommenden drei Monate.

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