Medieneinsatz in der Bildung: 6 Potenzialbereiche

Der Wust an Tools und Werkzeugen in der digitalen Bildungslandschaft ist so vielfältig, dass es einem im Lehralltag nur schwer gelingen kann, alles zu kennen. Aus meiner Sicht geht es nicht darum jedes einzelne Tool zu kennen, sondern vielmehr darum einen Überblick der Möglichkeiten zu haben, um ein entsprechendes Tool zu suchen.

„Methoden mag es Millionen geben oder noch mehr, aber Prinzipien gibt es nur wenige. Wer Prinzipien begreift, kann mit Erfolg seine eigenen Methoden auswählen. Wer Methoden ausprobiert und Prinzipien ignoriert, wird ohne Zweifel Probleme bekommen.“
— Ralph Waldo Emerson (1803-1882), amerikanischer Philosoph und Schriftsteller

Die 6 Potentialbereiche des Einsatzes digitaler Medien beim Lehren und Lernen bieten dafür eine gute Grundlage. Sie helfen dabei einen klareren Blick für den Medieneinsatz zu bekommen, um von der schieren Masse von Angeboten nicht überwältigt zu werden. Sicher muss auch jede/r für sich entscheiden, ob ein bestimmtes Tool für ein spezielles Einsatzszenario geeignet ist. Es gilt auch hier der Leitsatz „Die Didaktik bestimmt die Methodik“, den ich von einer Seminarleitung gehört habe :). Die Liste der Tools ist sicher unvollständig, gibt aber einen kleinen Eindruck der möglichen Kategorisierung.

Potentialkategorien für den Medieneinsatz

Inhalte bereitstellen

Inhalte können unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung gestellt werden. Eigenständiges Lernen wird somit von überall und zu jeder Zeit ermöglicht. Die Daten können darüber hinaus zwischen den Lerndenen ausgetauscht werden. Dabei ist man nicht nur auf Texte und Bilder beschränkt, natürlich können auch Videos und Audiodateien geteilt werden.

Visualisieren und Simulation

Die Darstellung von Lerninhalten erhält durch digitale Medien eine weitere Dimension. Es können komplizierte, gefährliche oder überhaupt nicht einsehbare Lerngegenstände einfach dargestellt werden. Dazu bieten Videos, Animationen oder Simulationen zahlreiche Möglichkeiten.

  • Youtube
  • Vimeo
  • Etc.

Zusammenarbeiten (Kommunikation und Kooperation)

Eines der wichtigsten Potentiale digitaler Medien ist die Chance zur einfachen Kollaboration. Das Lernen im stillen Kämmerlein wird durch das in Beziehung treten und Kommunizieren abgelöst.

  • Trello
  • Edmodo
  • Chat (Twitter, Facebook etc.)
  • Foren
  • Blogs

Strukturierung und Systematisierung

Das Sammeln und Dokumentieren von Inhalten ist eine Seite der Medaille, die ohne eine Struktur wieder zur Überforderung führt. Durch die digitalen Möglichkeiten können abgespeicherte Inhalte kategorisiert und zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen werden. Lesezeichen im Browser sind ein Anfang.

Diagnose und Testen

Das Testen von Wissen bleibt sicher zentraler Baustein bei Lernprozessen. Ein Test ohne adäquates Feedback bringt jedoch nichts. Die letzte Klausur mit der 4 schaut man sich genau so wenig an, wie die Klausur mit der 2, um für den nächsten zu lernen. Die digitalen Medien ermöglichen ein direktes Feedback zu bestimmten Fehlern. Es gibt viele Tools, die das Erstellen von Single- oder Multiple-Choice-Tests einfach machen. Zusätzlich können auch offene Fragen z.B. mit dem schnellen Zugriff auf dem Smartphone nützliche Hinweise zum Wissensstand der Lerner geben.

  • TEDx interaktive Videos
  • Online Quiz
  • Google Forms
  • Socrative im Unterricht

Reflektieren

Reflexion ist wohl eine der wichtigsten Kompetenzen, die Lehrende und Lernende erwerben müssen. Ohne die Reflexion von Erfahrung bleibt sie häufig ohne jeden Lerneffekt. Dazu gibt es auf dem Markt bereits zahlreiche Tools

  • ePortfolios
  • mahara
  • Google Forms

Weiterführende Links:

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